Wandern auf La Gomera

La Gomera ist die zweitkleinste der Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. Sie ist nahezu kreisrund und ein wahres Juwel für Naturliebhaber und Wanderfreunde, wie auch auf den Bildern und Videos gut zu sehen ist.

Hotels auf La GomeraObwohl La Gomera auch einen Flughafen hat, erreicht man die Insel am besten mit der Fähre von Los Christianos auf Teneriffa. Die Entfernung zum Hafen San Sebastian de La Gomera beträgt 38 km. Wer die Überfahrt z.B. auf dem Sonnendeck genießen möchte, nimmt lieber die große Autofähre. Mit ihr dauert die Überfahrt etwa 70 Minuten. 20 Minuten schneller geht es mit der modernen Express-Fähre von Fred Olsen. So ist La Gomera nicht nur für Urlauber interessant, die auf der Insel ein Hotel gebucht haben, sondern auch für Tagestouristen.

La Gomera ist wie auch die anderen Inseln der Kanaren vulkanischen Ursprungs. Aufgrund der Höhenunterschiede gibt es hier mehrere Vegetationszonen. In der Mitte der Insel befindet sich der Garajonay Nationalpark, der etwa 10 % der Inselfläche bedeckt. Der Garajonay ist ein einzigartiges Ökosystem. Er umfasst einen prähistorischen Lorbeerwald, wie er vor Tausenden von Jahren die gesamten Tropen bedeckte. Aufgrund der fehlenden Eiszeit und des gemäßigten Klimas konnte sich der Wald bis heute erhalten. Der Nationalpark ist ein immergrüner Nebelwald. Durch die vom Meer kommende Feuchtigkeit wachsen innerhalb des Lorbeerwaldes auch bis zu 2 m hohe Farne sowie Flechten, die von den Bäumen hängen, und Moose, die die Äste bewachsen. Auf einer Wanderung durch den märchenhaft anmutenden Nebelwald fühlt man sich zurückversetzt in längst vergangene Zeiten. Aufgrund seiner Einzigartigkeit steht der Garajonay Nationalpark seit 1986 unter dem Schutz der UNESCO.

Wandern kann man aber nicht nur im Nationalpark. Es gibt auf der Insel mehr als 600 km Wanderwege. Sehenswert ist auch der regenarme Süden von La Gomera. Hier gibt es sehr schöne Berghänge mit Schluchten, die scheinbar ins Meer hineinstürzen. Diese Gegend ist nur spärlich bewachsen mit verschiedenen Sträuchern. Eine Pflanze fällt aber hier besonders auf, die Kanarische Dattelpalme. Die auch als Kanarenpalme bezeichnete Pflanze wird in einigen Plantagen auch landwirtschaftlich genutzt. Aus ihr wird Palmhonig gewonnen, ein gern gesehenes Souvenir bei vielen Touristen.